Archiv der Kategorie: Bearbeitungsgebühren

Unternehmer können Bearbeitungsgebühren von Krediten & Darlehen zurückfordern!

Bear­bei­tungs­ent­gel­te und Bear­bei­tungs­ge­büh­ren für Kre­di­te und Dar­le­hen von Unter­neh­men kön­nen in vie­len Fäl­len zurück­ge­for­dert wer­den. Der BGH ent­schied in zwei anhän­gi­gen Ver­fah­ren mit Urteil vom 04.07.2017 Az. XI ZR 562/15 und Az. XI ZR 233/16, dass Ban­ken auch bei Unter­neh­mens­kre­di­ten kei­ne Ansprü­che auf Bear­bei­tungs­ge­büh­ren haben. Die ent­spre­chen­den Klau­seln in den Dar­le­hens­ver­trä­gen waren unwirk­sam. In bei­den Fäl­len kön­nen die Unter­neh­mer die Gebüh­ren von der Bank zurück­for­dern.
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Rückforderungsansprüche von Bearbeitungsgebühren gegenüber der darlehensgebenden Bank oder Sparkasse nicht verjährt

Es gilt die 10 jäh­ri­ge Ver­jäh­rungs­frist nach § 199 Abs. 4 BGB. Damit ist es der­zeit mög­lich rück­wir­kend von Ver­trä­gen die Ende 2004 geschlos­sen wur­den (§199 Abs. 4 BGB ist eine tag­ge­naue Ver­jäh­rungs­frist) Bear­bei­tungs­ge­büh­ren von Dar­le­hens- und Kre­dit­ver­trä­gen von Ban­ken und Spar­kas­sen zurück­zu­for­dern .

Inso­weit hat der Bun­des­ge­richts­hof mit sei­ner heu­te ver­kün­de­ten Ent­schei­dung in den bei­den Ver­fah­ren Az. XI ZR 348/13 und Az. XI ZR 17/14 end­gül­tig für Klar­heit gesorgt unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen Kun­den von ihrer Bank oder Spar­kas­se die Bear­bei­tungs­ge­büh­ren ihres Dar­le­hens bzw. Kre­dit zurück­for­dern kön­nen. Wei­ter­le­sen

Der Bundesgerichtshof kippt endgültig die Bearbeitungsgebühren bei Darlehensverträgen!

Erneut gute Nach­rich­ten für Bank­kun­den vom Bun­des­ge­richts­hof. Die­ses Mal sind alle Dar­le­hens­neh­mer betrof­fen, bei denen eine „Bear­bei­tungs­ge­bühr“ von der dar­le­hens­ge­ben­den Bank ver­langt wur­de. Die­se kön­nen nun nach den bei­den Urtei­len des Bun­des­ge­richts­hofs vom 13.05.2014 Az. XI ZR 405/12 und XI ZR 170/13 die­se von der Bank zurück ver­lan­ge.

Der Bun­des­ge­richts­hof schloss sich dabei der bereits von vie­len Ober­lan­des­ge­rich­ten ver­folg­ten Linie an und erklär­te ent­spre­chen­de Rege­lun­gen der Ban­ken in Dar­le­hens­ver­trä­gen für unwirk­sam. Bereits seit 2010 haben fast alle befass­ten Ober­lan­des­ge­rich­te ähn­lich ent­schie­den (u.a OLG Düs­sel­dorf I-6 U 162/10, OLG Frank­furt 17 U 59/11, OLG Dres­den 8 U 1461/10, OLG Bam­berg 3 U 78/10; OLG Hamm 31 U 192/10, OLG Cel­le 3 W 86/11).

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Verweigert ein Anlageberater die offenlegung von Rückvergütungen/Kickbacks und kauft der Anleger dennoch die Kapitalanlage, hat er keinen Schadensersatzanspruch.

Ver­wei­gert der Bank­be­ra­ter im Bera­tungs­ge­spräch die Bekannt­ga­be der Höhe der Pro­vi­si­on, die er an Rück­ver­gü­tun­gen – auch Kick­backs genannt – erhält und kauft der Anle­ger den­noch die emp­foh­le­nen Kapi­tal­an­la­gen, kann er sich spä­ter nicht mehr auf eine Auf­klä­rungs­pflicht­ver­let­zung des Bera­ters hin­sicht­lich ver­schwie­ge­ner Rück­ver­gü­tun­gen beru­fen.

Der Bun­des­ge­richts­hof ver­kün­de­te in sei­ner Ent­schei­dung vom 08.04.2014 Az. XI ZR 341/12, dass sich der Anle­ger nach Treu und Glau­ben (§ 242 BGB) nicht mehr auf eine Pflicht­ver­let­zung des Bera­ter­ver­trags beru­fen kann, wenn er wuss­te, dass Rück­ver­gü­tun­gen flie­ßen, er aber trotz­dem zeich­net.

Scha­dens­er­satz­an­sprü­che sind damit ver­wirkt Wei­ter­le­sen