Archiv der Kategorie: Sparkassen

Der EuGH und das Fernabsatzwiderrufsrecht bei Prolongationen von Kredit- und Darlehensverträgen

Der EuGH befasst sich im Ver­fah­ren C‑639/18 mit einer für Ver­brau­cher und Dar­le­hens­neh­mer höchst rele­van­ten Fra­ge. Kann eine Zinspro­lon­ga­ti­on eines Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­tra­ges Gegen­stand eines Fern­ab­satz­ver­tra­ges sein und damit ein Wider­rufs­recht für Ver­brau­cher nach den Rege­lun­gen des Fern­ab­sat­zes nach §§ 312 ff. BGB auslösen.

Der EuGH hat die Vor­la­ge­fra­ge des LG Kiel noch nicht ent­schie­den, aller­dings hat sich die Gene­ral­an­wäl­tin in dem Ver­fah­ren C‑639/18 mit Ihren Schluss­an­trä­gen zu Wort gemel­det. Die­se sieht eini­ges anders als der BGH.

Wei­ter­le­sen

BGH entscheidet gegen Sparkassenkunden

Der BGH hat am 23.02.2016 unter Az. XI ZR 549/14 & XI ZR 101/15 in zwei lang erwar­te­ten Ent­schei­dun­gen über zwei Wider­rufs­be­leh­run­gen von Spar­kas­sen entschieden.

Der BGH hat hier­bei gegen die Dar­le­hens­neh­mer ent­schie­den. Der BGH führt aus, dass die zur beur­tei­lung vor­lie­gen­den Wider­rufs­be­leh­run­gen hin­sicht­lich des opti­schen Erschei­nungs­bil­des den gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen genügt. Es ging dabei um Dar­le­hens­ver­trä­ge aus dem Jah­re 2011. Die Wider­rufs­be­leh­rung ist die soge­nann­te “Ankreuz­lö­sung” der Spar­kas­sen gewesen.

Wei­ter­le­sen

Rückforderungsansprüche von Bearbeitungsgebühren gegenüber der darlehensgebenden Bank oder Sparkasse nicht verjährt

Es gilt die 10 jäh­ri­ge Ver­jäh­rungs­frist nach § 199 Abs. 4 BGB. Damit ist es der­zeit mög­lich rück­wir­kend von Ver­trä­gen die Ende 2004 geschlos­sen wur­den (§199 Abs. 4 BGB ist eine tag­ge­naue Ver­jäh­rungs­frist) Bear­bei­tungs­ge­büh­ren von Dar­le­hens- und Kre­dit­ver­trä­gen von Ban­ken und Spar­kas­sen zurückzufordern .

Inso­weit hat der Bun­des­ge­richts­hof mit sei­ner heu­te ver­kün­de­ten Ent­schei­dung in den bei­den Ver­fah­ren Az. XI ZR 348/13 und Az. XI ZR 17/14 end­gül­tig für Klar­heit gesorgt unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen Kun­den von ihrer Bank oder Spar­kas­se die Bear­bei­tungs­ge­büh­ren ihres Dar­le­hens bzw. Kre­dit zurück­for­dern kön­nen. Wei­ter­le­sen

Der Bundesgerichtshof kippt endgültig die Bearbeitungsgebühren bei Darlehensverträgen!

Erneut gute Nach­rich­ten für Bank­kun­den vom Bun­des­ge­richts­hof. Die­ses Mal sind alle Dar­le­hens­neh­mer betrof­fen, bei denen eine „Bear­bei­tungs­ge­bühr“ von der dar­le­hens­ge­ben­den Bank ver­langt wur­de. Die­se kön­nen nun nach den bei­den Urtei­len des Bun­des­ge­richts­hofs vom 13.05.2014 Az. XI ZR 405/12 und XI ZR 170/13 die­se von der Bank zurück verlange.

Der Bun­des­ge­richts­hof schloss sich dabei der bereits von vie­len Ober­lan­des­ge­rich­ten ver­folg­ten Linie an und erklär­te ent­spre­chen­de Rege­lun­gen der Ban­ken in Dar­le­hens­ver­trä­gen für unwirk­sam. Bereits seit 2010 haben fast alle befass­ten Ober­lan­des­ge­rich­te ähn­lich ent­schie­den (u.a OLG Düs­sel­dorf I‑6 U 162/10, OLG Frank­furt 17 U 59/11, OLG Dres­den 8 U 1461/10, OLG Bam­berg 3 U 78/10; OLG Hamm 31 U 192/10, OLG Cel­le 3 W 86/11).

Wei­ter­le­sen

Bundesgerichtshof entschied über AGB-Klausel zum Schriftformerfordernis gegen den Rechnungsabschluss!

Der Bun­des­ge­richts­hof ent­schied jüngst über eine AGB-Klau­sel der Spar­kas­sen, die besagt, dass Wider­sprü­che gegen den Rech­nungs­ab­schluss ent­we­der schrift­lich oder falls ver­ein­bart in elek­tro­ni­scher Form (Online­ban­king) ein­ge­reicht wer­den müssen.

Die­ses Schrift­form­erfor­der­nis erach­tet der Bun­des­ge­richts­hof in sei­ner Ent­schei­dung vom 28.01.2014 Az. XI ZR 424/12 nun für zuläs­sig. Ein münd­li­cher oder ledig­lich in Text­form vor­lie­gen­der Wider­spruch wäre dem­nach nicht ausreichend.

Wei­ter­le­sen