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Rechtsanwalt Dirk Dametz LL.M.

Über Rechtsanwalt Dirk Dametz LL.M.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

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Commerzbank zur Rückzahlung von Vorfälligkeitsentschädigung verurteilt

Das OLG Frank­furt hat mit Urteil vom 01.07.2020 — 17 U 810/19 die Com­merz­bank AG zur Rück­zah­lung einer Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung wegen vor­zei­ti­ger Rück­füh­rung von Immo­bi­li­en­dar­le­hen ver­ur­teilt.

In dem vor­lie­gen­den Fall ging es um zwei Immo­bi­li­en­dar­le­hens­ver­trä­ge aus Novem­ber 2016. Die Dar­le­hens­neh­mer ver­kauf­ten die als Siche­rung die­nen­de Immo­bi­lie 2019. Die Com­merz­bank AG ver­lang­te dar­auf­hin von den Dar­le­hens­neh­mern eine Ent­schä­di­gungs­zah­lung. Die Dar­le­hens­neh­mer for­der­ten die­se 21.544,15 € mit der jetzt vom OLG ent­schie­de­nen Kla­ge zurück.

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Bank hat keinen Anspruch auf Vorfälligkeitsentschädigung.

Der BGH hat in sei­ner Ent­schei­dung vom 28.7.2020 — XI ZR 288/19 aus­ge­führt, dass der Dar­le­hens­ge­ber nach § 502 BGB sei­nen Anspruch auf eine Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung ver­liert, wenn die Anga­ben zur Metho­de und Berech­nung der Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung in einem Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trag feh­ler­haft sind.

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Der EuGH und das Fernabsatzwiderrufsrecht bei Prolongationen von Kredit- und Darlehensverträgen

Der EuGH befasst sich im Ver­fah­ren C‑639/18 mit einer für Ver­brau­cher und Dar­le­hens­neh­mer höchst rele­van­ten Fra­ge. Kann eine Zinspro­lon­ga­ti­on eines Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­tra­ges Gegen­stand eines Fern­ab­satz­ver­tra­ges sein und damit ein Wider­rufs­recht für Ver­brau­cher nach den Rege­lun­gen des Fern­ab­sat­zes nach §§ 312 ff. BGB aus­lö­sen.

Der EuGH hat die Vor­la­ge­fra­ge des LG Kiel noch nicht ent­schie­den, aller­dings hat sich die Gene­ral­an­wäl­tin in dem Ver­fah­ren C‑639/18 mit Ihren Schluss­an­trä­gen zu Wort gemel­det. Die­se sieht eini­ges anders als der BGH.

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Schadensersatzansprüche des Kapitalanleger wegen Verstoß gegen § 32 KWG

Der BGH hat in sei­nen Urtei­len vom 16.10.2018 — VI ZR 459/17 und 10.07.2018 — VI ZR 263/17 fest­ge­stellt, dass ein Ver­stoß gegen § 32 Abs. 1 S. 1 KWG Scha­dens­er­satz­an­sprü­che des Kapi­tal­an­le­gers nach § 823 Abs. 2 BGB recht­fer­ti­gen kann.

Bestimm­te (Bank-)Geschäfte dür­fen in Deutsch­land nur von Ban­ken durch­ge­führt oder gegen­über Kun­den ange­bo­ten wer­den. Für die­se Geschäf­te benö­tigt man eine Erlaub­nis nach § 32 KWG. Besitzt ein Unter­neh­men die­se Erlaub­nis nicht, darf es die­se Geschäf­te nicht füh­ren bzw. Pro­duk­te nicht dem Kun­den anbie­ten. Macht er es trotz­dem, liegt ein Ver­stoß gegen § 32 KWG vor.

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