Schlagwort-Archive: EuGH 26.03.2020 Az. C-66/19

Grundsatzentscheidung vom BGH zum KfZ Darlehenswiderruf (BGH XI ZR 525/19 & XI ZR 498/19)

Der BGH hat in sei­nen Urtei­len vom 27.10.2020 — XI ZR 498/19 und XI ZR 525/19 umfas­send zum Wider­ruf von Dar­le­hens­ver­trä­gen Stel­lung genom­men. Dabei ging es inhalt­lich um die Finan­zie­rung eines Auto­kaufs und den Wider­ruf des Darlehensvertrages.

Der posi­ti­ve Aspekt für Ver­brau­cher ist, dass der BGH in die­sen Ent­schei­dun­gen vom 27.10.2020 — XI ZR 498/19 & XI ZR 525/19 sei­nen Wider­stand gegen die Ent­schei­dung des EuGHs vom 26.03.2020 Az. C‑66/19 teil­wei­se aufgibt.

Nega­tiv für Ver­brau­cher ist hin­ge­gen vie­les ande­re in den bei­den Urtei­len des BGHs vom 27.10.2020 — XI ZR 498/19 & XI ZR 525/19.

Wei­ter­le­sen

EuGH befasst sich mit der Widerrufsbelehrung für Immobiliendarlehensverträge zwischen 11.06.2010 — 20.03.2016

Der EuGH hat mit Urteil vom 26.03.2020 Az. C‑66/19 fest­ge­stellt, dass die in Deutsch­land für Dar­le­hens­ver­trä­ge und Kre­di­te ver­wen­de­te Wider­rufs­be­leh­rung aus der Anla­ge 6 bzw. 7 des Art 247 § 6 Abs. 2 EGBGB in der jewei­li­gen Fas­sung nicht mit den Vor­ga­ben der EU-Richt­li­nie 2008/48 zu ver­ein­ba­ren sind.

Der EuGH führt in sei­ner Ent­schei­dung vom 26.03.2020 Az. C‑66/19 aus, dass die For­mu­lie­rung in den Wider­rufs­in­for­ma­tio­nen, dass die Wider­rufs­frist erst beginnt, wenn die Pflicht­an­ga­ben nach § 492 Abs. 2 BGB über­ge­ben wur­den, nicht klar und prä­gnant im Sin­ne der EU-Richt­li­nie (Richt­li­nie 2008/48) ist und damit gegen EU-Recht verstößt.

Die Quint­essenz des­sen ist, dass alle Wider­rufs­be­leh­run­gen von
Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trä­gen, die die­se For­mu­lie­rung ent­hal­ten (Pflicht­an­ga­ben nach § 492 Abs. 2 BGB), poten­zi­ell feh­ler­haft sind. Bei feh­ler­haf­ten Wider­rufs­in­for­ma­tio­nen kann das Wider­rufs­recht ggf. noch fortbestehen.

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